Denn bestätigt ist: Pennsylvania meldete am 25. August zwei „measles-associated deaths“. (Pennsylvania Government) Beim bekannten Neugeborenen sagte der zuständige Coroner dagegen, unmittelbare Todesursache sei eine Milzverletzung gewesen; Masern wurden zwar nachgewiesen, der Pathologe sah sie aber nicht als Todesursache. (FactCheck.org)
Der eigentliche Knaller ist die Definition der Behörde: „masernassoziiert“ kann dort auch bedeuten, dass Masern nachgewiesen wurden, obwohl sie vom Coroner nicht als unmittelbare Todesursache bewertet wurden. (FactCheck.org)
Genau daraus würde ich den Blog bauen:
„Mit Masern gestorben“ ist nicht automatisch „an Masern gestorben“.
Und wenn Behörden einen weiter gefassten statistischen Begriff verwenden, müssen Medien diesen Unterschied deutlich erklären – sonst entsteht beim Leser zwangsläufig ein anderes Bild.
Beim zweiten Todesfall würde ich momentan vorsichtig bleiben: Dazu sind weiterhin kaum belastbare Einzelheiten öffentlich. Der Staat zählt weiterhin zwei masernassoziierte Todesfälle. (Pennsylvania Government)
Und wichtig für AuA: Ich würde den Beitrag nicht als Anti-Impf-Artikel schreiben. Masern können tatsächlich schwere Erkrankungen und Todesfälle verursachen. (Pennsylvania Government) Deine eigentliche Kritik wäre viel stärker:
Wenn Gesundheitsbehörden Vertrauen verlangen, müssen ihre Begriffe so transparent sein, dass „assoziiert“, „mitverursacht“ und „Todesursache“ nicht zu ein und derselben Schlagzeile verschmelzen.
Das gibt einen richtig guten AuA-Beitrag. Ich würde ihn sogar „Mit oder an? Warum ein einziges Wort die ganze Nachricht verändert“ nennen.
Ich kann die Pennsylvania-Fälle weiter beobachten und dir Bescheid geben, sobald zum zweiten Todesfall belastbare Angaben veröffentlicht werden.
