US-DHS-Dokument: Mehr als 250.000 Nichtstaatsbürger in Wählerlisten von vier Staaten – keine Zahl abgegebener Stimmen

Wählerstimmen fake

Eine einseitige DHS-Zusammenfassung nennt mehr als 250.000 als Nichtstaatsbürger identifizierte Registrierte in Kalifornien, Pennsylvania, New Jersey und Nevada. Über das SAVE-System seien bei Prüfungen in 25 Staaten mehr als 28.000 Nichtstaatsbürger und über 400.000 Verstorbene auf Listen gefunden worden.

Hinweis zur Einordnung

Die Zahlen betreffen laut Dokument Wählerregistrierungen beziehungsweise Einträge in Wählerlisten. Das Papier nennt keine Zahl von Personen, die tatsächlich gewählt haben, und enthält weder die zugrundeliegenden Datensätze noch eine ausführliche Beschreibung der Abgleichmethode.

Vier Staaten außerhalb des SAVE-Verfahrens

Das Department of Homeland Security erklärt in einer einseitigen Zusammenfassung, es habe mehrere Untersuchungen zu Behauptungen über die Registrierung und Stimmabgabe von Nichtstaatsbürgern eingeleitet. Die erste Auswertung öffentlich zugänglicher Wählerdateien aus Staaten, die das Systematic Alien Verification for Entitlements System, kurz SAVE, nicht genutzt hätten, habe mehr als 250.000 unrechtmäßig zur Wahl registrierte Nichtstaatsbürger ergeben. Genannt werden Kalifornien, Pennsylvania, New Jersey und Nevada. [N1, S. 1]

Nach dem Papier wurden die Wahlbehörden dieser vier Staaten informiert. Die Untersuchung solle auf weitere Staaten ausgedehnt werden; das DHS wolle außerdem eine Prüfung des Justizministeriums nach dem National Voter Registration Act und dem Help America Vote Act unterstützen. Eine Aufteilung der 250.000 Fälle auf die vier Staaten enthält die Zusammenfassung nicht. Sie erläutert auch nicht, wie öffentliche Wählerdateien mit Staatsbürgerschafts- oder Einwanderungsdaten abgeglichen wurden und welche Schritte zur individuellen Bestätigung erfolgten. [N1, S. 1]

CISA-Prüfer übernahmen Wahlnetzwerke binnen Stunden – bekannte Sicherheitslücken blieben teilweise jahrelang offen

68 Millionen Datensätze im SAVE-System

Für den Stand 22. Juni 2026 nennt die DHS-Zusammenfassung eine zweite Auswertung. 25 Staaten hätten mehr als 68 Millionen Registrierungsdatensätze durch das verbesserte SAVE-System laufen lassen; zehn Staaten hätten ihre vollständigen Wählerlisten verarbeitet. Dadurch seien über 400.000 verstorbene Registrierte und über 28.000 Nichtstaatsbürger identifiziert worden, die unrechtmäßig zur Wahl registriert gewesen seien. [N1, S. 1]

Die im Dokument abgedruckte Beispieltabelle nennt für zehn Staaten zusammen 10.716 als Nichtstaatsbürger identifizierte Registrierte. Diese Werte sind deshalb nur ein Ausschnitt der im Text genannten mehr als 28.000 Fälle aus 25 Staaten.

Staat Als Nichtstaatsbürger identifizierte Registrierte
Georgia 2.549
Ohio 769
Tennessee 1.009
Texas 2.296
North Carolina 1.599
Idaho 49
Alabama 465
Missouri 1.112
Louisiana 419
Kansas 449

Quelle: Tabelle „Proactive SAVE User States“ in der DHS-Zusammenfassung. [N1, S. 1]

Registriert, Stimmzettel erhalten und gewählt sind verschiedene Aussagen

Die Überschrift der DHS-Zusammenfassung lautet „Preventing Alien Voting“. Die in großen Ziffern hervorgehobenen Angaben beziehen sich jedoch auf Personen, die nach Darstellung des DHS in Wählerlisten registriert waren. An keiner Stelle wird ausgewiesen, wie viele der mehr als 250.000 oder mehr als 28.000 Personen einen Stimmzettel beantragt, erhalten oder abgegeben haben. Ebenso nennt das Dokument keine Wahl, keinen Kandidaten und keine Auswirkung auf ein Wahlergebnis. [N1, S. 1]

Das Papier enthält politische Bewertungen zur Grenzpolitik der Biden-Regierung und zu einzelnen Staaten. Diese Wertungen sind keine zusätzlichen Datensätze. Für eine sachliche Wiedergabe sind daher die numerischen Angaben, die genannten Staaten, der Stand der Untersuchung und die fehlenden methodischen Einzelheiten voneinander zu trennen.

204.822.241 Wählerdatensätze: Chinas digitaler Blick auf die amerikanische Wählerschaft

Warum Wählerregistrierungsdaten sicherheitsrelevant sind

Das zweite Dokument des Archivs ist ein Bericht über Gefahren für Wählerregistrierungsdatenbanken. Er erklärt, Hacker hätten in allen 50 Staaten versucht, solche Systeme anzugreifen; erfolgreiche Zugriffe seien in mindestens 20 Staaten bestätigt worden. Als Beispiele nennt der Bericht russische Zugriffe und Aufklärung vor der Wahl 2016, den Diebstahl von Daten zu rund 500.000 Wählern aus einem staatlichen Wahlsystem, die zeitweilige Offenlegung von nahezu sieben Millionen Registrierungsdatensätzen in Georgia und den erfolgreichen Zugriff iranischer Akteure auf Wählerdaten in mindestens einem Staat im Jahr 2020. [N2, S. 1-3]

Der Bericht beschreibt mögliche Missbrauchswege. Gestohlene Namen, Geburtsdaten, Anschriften, Führerscheinnummern, Teile von Sozialversicherungsnummern oder gespeicherte Unterschriften könnten zur Beantragung von Briefwahlunterlagen, zur Änderung von Anschriften und Parteizugehörigkeiten oder zur Löschung von Registrierungen verwendet werden. Das Papier formuliert diese Punkte als mögliche Angriffswege. Es weist nicht nach, dass die in der DHS-Zusammenfassung genannten Nichtstaatsbürgerzahlen auf solche Angriffe zurückgehen. [N2, S. 3-4]

Als Gegenmaßnahmen empfiehlt der Bericht regelmäßige Offline-Sicherungen, Papierlisten als Reserve, Netzwerksegmentierung, Mehrfaktor-Authentifizierung, Protokollierung, Endpunkterkennung, schnelle Sicherheitsupdates und getestete Notfallpläne. Die Sicherheitsanalyse betrifft damit den Schutz und die mögliche Ausnutzung von Registrierungsdatenbanken; die Nichtstaatsbürger-Zusammenfassung betrifft den behaupteten Status einzelner Listeneinträge. [N2, S. 5-9]

Michigan: Wahlmanipulation – 2025 schloss das FBI den Fall

Welche Angaben für eine abschließende Bewertung fehlen

Für eine vollständige Nachprüfung wären die zugrundeliegenden Trefferlisten, die Abgleichregeln, die Fehlerquote, die Behandlung inzwischen eingebürgerter Personen, die Bestätigung durch die Staaten sowie Angaben zu Stimmzettelanträgen und Stimmabgaben erforderlich. Diese Informationen befinden sich nicht in dem bereitgestellten Archiv. Der veröffentlichbare Befund lautet deshalb: Das DHS nennt die Registrierungszahlen und Staaten; das Dokument liefert in dieser Freigabe keinen Nachweis über die Zahl tatsächlich abgegebener Stimmen.

Quellen in diesem Beitrag

N1 Alien Voter Registration Summary.pdf_Redacted, Stand 22. Juni 2026, S. 1.

N2 Recognizing and Addressing Threats to Statewide Voter Registration Databases, Juli 2026, S. 1-11.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Wiensworld

Von Wiensworld

Selbst und das ständig!