Keine Angst vor der Wahrheit – Was wäre, wenn wir keine Angst mehr hätten?

Was wäre, wenn wir keine Angst mehr vor der Wahrheit hätten?

Nicht vor der Wahrheit der Medien.
Nicht vor der Wahrheit der Politik.
Und auch nicht vor der Wahrheit über uns selbst.

Vielleicht würden wir erkennen, daß Wahrheit nicht unser Feind ist. Sie kann unbequem sein, erschüttern und vertraute Überzeugungen infrage stellen. Doch gerade deshalb ist sie notwendig.

Freiheit braucht offene Informationen

Eine freie Gesellschaft lebt nicht davon, daß alle einer Meinung sind. Sie lebt davon, daß Informationen offen auf den Tisch kommen und unterschiedliche Sichtweisen ausgesprochen werden dürfen.

Niemand kann über alles berichten. Auswahl ist unvermeidlich. Doch Fakten dürfen nicht erfunden, wichtige Zusammenhänge nicht absichtlich verschwiegen und unbequeme Stimmen nicht einfach ausgegrenzt werden.

Irrtümer sind menschlich – Vertuschung ist eine Entscheidung

Jeder Mensch kann sich irren. Auch Journalisten, Wissenschaftler und Politiker machen Fehler. Entscheidend ist nicht, niemals falschzuliegen, sondern offen damit umzugehen.

Fehler müssen korrigiert werden. Neue Erkenntnisse müssen berücksichtigt werden. Und wer seine Meinung aufgrund besserer Informationen ändert, zeigt keine Schwäche, sondern Verantwortungsbewußtsein.

Wahrehit für alle

Wahrheit braucht verschiedene Blickwinkel

Ein Ereignis kann aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet werden. Nicht jede abweichende Meinung ist automatisch eine Lüge – und nicht jede häufig wiederholte Behauptung wird dadurch wahr.

Deshalb braucht eine freie Gesellschaft Diskussionen, Gegenfragen und Widerspruch. Nicht, um endlos zu streiten, sondern um gemeinsam genauer hinzusehen.

Ehrlichkeit schafft Vertrauen

Vertrauen entsteht nicht dadurch, daß Menschen nur das hören, was ihnen gefällt. Es entsteht auch nicht durch Beschwichtigung, Weglassen oder moralischen Druck.

Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit.

Wer offen sagt, was bekannt ist, was vermutet wird und was noch ungeklärt bleibt, nimmt die Menschen ernst. Wer hingegen Informationen lenkt oder zurückhält, darf sich nicht wundern, wenn das Vertrauen verloren geht.

Auch die eigene Wahrheit kann unbequem sein

Es ist leicht, die Fehler der Medien, der Politik oder anderer Menschen zu erkennen. Schwerer ist es, die eigenen Überzeugungen zu prüfen.

Bin ich bereit, eine Information anzunehmen, die nicht in mein Weltbild paßt? Kann ich zugeben, daß ich mich geirrt habe? Suche ich wirklich nach Wahrheit – oder nur nach Bestätigung?

Wahrhaftigkeit beginnt nicht bei den anderen. Sie beginnt bei jedem Einzelnen. Denn grundsätzlich trägt jeder selbst die Verantwortung für sein Leben, sein Denken und sein Handeln. Du hast einen freien Willen und kannst andere nicht dauerhaft für deine eigenen Entscheidungen verantwortlich machen.

Nur Wahrheit trägt eine Zukunft

Wer die Wahrheit fürchtet, hat meist Angst vor ihren Folgen. Wer sie sucht, weiß, daß nur auf einem ehrlichen Fundament eine stabile Zukunft entstehen kann.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe unserer Zeit: nicht ständig zu fragen, wer recht hat, sondern gemeinsam herauszufinden, was wahr ist.

Denn vor der Wahrheit muß niemand Angst haben.

Angst haben müssen nur die Lügen.

 

Von Wiensworld

Selbst und das ständig!