Über Resonanz, Stille – und das innere Zerreißen zwischen Klarheit und Inszenierung
Heute ist mir etwas klar geworden, das mich schon länger innerlich begleitet hat, ohne daß ich es sauber benennen konnte. Es war kein simples Nicht-Mögen, sondern ein echtes inneres Zerreißen. Ein leiser, aber hartnäckiger Herzstich.
Ich schätze die Arbeit von Peter Freiherr von Liechtenstein sehr. Vieles, was er sagt, empfinde ich als fundiert, reflektiert und ernsthaft suchend. Umso irritierender sind für mich jene Momente, in denen er mit Dr. Monika Haeseler-Pastner (Majesta Energetika, Wien) zusammenarbeitet. Nicht, weil ich jemanden abwerten will – sondern weil sich in mir etwas zusammenzieht, als würden Ebenen nicht mehr zusammenpassen.

Kurz-Bio: Dr. Monika Haeseler-Pastner (Majesta Energetika, Wien)
Dr. Monika Margarete Josefine Haeseler-Pastner ist Inhaberin der „Majesta Energetika Beratung Dr. Monika Haeseler-Pastner e.U.“ und Gründerin des Majesta Energetika College in Wien. Ihr Angebot umfasst mediale Seminare, Bewußtseins- und Persönlichkeitsarbeit sowie spirituelle Weiterbildung. Sie bezeichnet sich selbst als „Akademikerin mit großem Herz“ und listet auf ihrer Website diverse Aus- und Weiterbildungen im Bereich Coaching, Erwachsenenbildung und spirituelle Beratung auf, darunter NLP-Coach, Trainerin in der Erwachsenenbildung und spirituelle Beraterin.
(Anmerkung: Öffentliche Quellen geben keine klar nachvollziehbare Herkunft ihres akademischen Doktortitels an, sondern präsentieren diesen vorwiegend im Rahmen ihrer eigenen Website und Angebote. Deshalb halte ich Bio und Selbstdarstellung klar getrennt im Artikel – sachlich, ohne Spekulation.)

Ich habe eine eigene spirituelle Haltung. Sie ist leise.
Ich höre zuerst. Ich nehme wahr. Ich beobachte innerlich.
Erst danach entstehen Worte.
Für mich hat Spiritualität mit Klarheit, Wahrhaftigkeit, Ruhe und innerer Ordnung zu tun. Wenn etwas aus wirklicher Tiefe kommt, wird es nicht größer, nicht lauter, nicht dramatischer – sondern stiller.
Genau hier beginnt mein innerer Widerstand.
Bei Dr. Monika Haeseler-Pastner erlebe ich das Gegenteil dessen, was für mich stimmig ist:
- starke Stimmverstellung,
- auffällige Gestik,
- Lautstärke,
- viele Worte.
Es entstehen Bilder und Andeutungen, aber keine klaren Aussagen, kein gedanklicher Halt. Ich merke beim Zuhören, daß ich nicht wirklich verstehe, was gesagt wird.
Der oft verwendete Begriff „Atmosphäre“ bedeutet für mich Harmonie, Stille, Weite, ein ruhiges Tragen. Das, was ich dort erlebe, ist für mich keine Atmosphäre, sondern Überreizung. Mein Körper reagiert schneller als mein Verstand. Die Stimme resoniert nicht. Sie trägt nicht. Sie wirkt gemacht, nicht empfangend.
Das erzeugt in mir Widerstand – und zugleich Ratlosigkeit
Nicht, weil ich jemanden entlarven möchte, sondern weil sich etwas zutiefst unstimmig anfühlt.
Mir ist klar geworden, daß hier nicht „richtig gegen falsch“ steht, sondern zwei völlig unterschiedliche Arten von Spiritualität:
- eine laute, performative Spiritualität, die über Wirkung, Intensität, Führung und Inszenierung funktioniert,
- und eine stille, empfangende Spiritualität, die über Wahrnehmung, Klarheit, Reduktion und innere Ordnung lebt.
Menschen, die viel äußere Intensität brauchen, um überhaupt etwas zu fühlen, können mit dieser Art offenbar gut in Resonanz gehen. Menschen wie ich – mit feiner Wahrnehmung und starkem Bedürfnis nach Sinn und Stimmigkeit – reagieren mit innerem Alarm.
Das macht mich nicht überheblich.
Und es macht andere nicht weniger wertvoll.
Es zeigt nur: Das ist nicht meine Sprache.
Was mich jedoch beschäftigt, ist die Frage, warum ein Mensch wie Peter – faktenorientiert, strukturiert, reflektiert – mit Monika in eine so starke Resonanz gehen kann und sie beinahe idealisiert.
Ich glaube inzwischen, daß hier Ebenen auseinanderfallen. Peter prüft Inhalte und Fakten sehr genau. Resonanz jedoch scheint er auf einer anderen, subjektiven Ebene zuzulassen. Was für mich Inkohärenz ist, kann für ihn Intensität, Präsenz oder spirituelle Größe bedeuten.
Vielleicht sieht er nicht die konkrete Ausdrucksform, die mich irritiert, sondern ein inneres Bild: das Orakelhafte, das Weibliche, die spirituelle Vermittlerin. Möglicherweise wirkt hier auch eine Form spiritueller Höflichkeit oder Loyalität, die kritische Unterscheidung zugunsten von Harmonie zurückstellt.
Für mich jedoch gehören Wahrnehmung, Ausdruck und Wahrheit zusammen. Wenn diese Ebenen auseinanderfallen, meldet sich mein Inneres sofort. Und genau daraus entsteht dieser Herzstich – nicht aus Ablehnung, sondern aus einem tiefen Bedürfnis nach Stimmigkeit.
Meine Erkenntnis
Ich muß niemanden überzeugen.
Ich muß nichts entlarven.
Ich darf bei mir bleiben.
Ich darf Peters Inhalte schätzen – und gleichzeitig anerkennen, daß diese Zusammenarbeit für mich nicht stimmig ist. Ich darf wegschauen. Ich darf auch Widerstand fühlen. Beides ist Selbstschutz.
Nicht alles, was sich spirituell nennt, ist leise.
Aber alles, was für mich wirklich tief ist, wird still.
Stille bleibt meine Wahrheit.
Anmerkung zur Person Dr. Monika Haeseler-Pastner
Dr. Monika Haeseler-Pastner tritt öffentlich als spirituelle Lehrerin und Leiterin von Majesta Energetika in Wien auf. Ihr Wirken umfaßt mediale Seminare, Bewußtseins- und Persönlichkeitsarbeit sowie spirituelle Weiterbildung.
Die Informationen zu ihrem beruflichen Hintergrund stammen überwiegend aus ihrer eigenen Selbstdarstellung auf Website und Videoplattformen. Öffentliche, klar nachvollziehbare Angaben zur Herkunft eines akademischen Doktortitels (Disziplin, Universität, Verleihungsjahr) sind für mich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht eindeutig auffindbar.
Diese Anmerkung dient ausschließlich der Einordnung für Leserinnen und Leser und stellt keine Bewertung der Person oder ihrer Arbeit dar. Meine Einschätzung im Text bezieht sich ausdrücklich auf meine persönliche Wahrnehmung von Ausdruck, Stil und Resonanz.
Literatur:
Symphonie der Zellen für die Hausapotheke
SOZ-Schmerzfrei
SOZ- Kinder
SOZ: Die Allchemie der Glücksmomente
